Wulffsche Wohnsiedlung in Langenhorn - Bürgerbeteiligung
 

Breiter Konsens im Sinne der Mieter erzielt

Beteiligungsverfahren von Juni 2010 bis April 2011

Die jetzigen Mieter der Wulffschen Wohnsiedlung wünschen sich einen zeitgemäßen Wohnstandard. Hamburg braucht dringend neue Wohnungen, viele junge Familien sind auf der Suche. Deshalb wurde in einem engen Dialog zwischen allen Beteiligten wie Politik, Verwaltung, Eigentümern und allen voran den Mietern eine mehrheitsfähige Lösung geschaffen. Die ursprünglichen Entwürfe zum städtebaulichen Funktionsplan sowie zum Bebauungsplan Langenhorn 73 sind auf Basis der seit Juni 2010 unter allen Beteiligten geführten intensiven Diskussionen modifiziert worden.

Bürgerentscheid: Einzelinteressen durchsetzen?

Es sind auf allen Ebenen einvernehmliche Lösungen geschaffen worden, die bei der Mehrheit der beteiligten Gruppen und vor allem auf Seiten der betroffenen Mieter große Zustimmung erfahren haben. Dennoch wollen die Gegner des Bebauungsplans eine Änderung des derzeit geltenden Planrechts verhindern. Warum mit dem Bürgerentscheid ein teures, die Steuergelder belastendes Verfahren ausgelöst wurde, verwundert nicht nur die Eigentümer. Dass seitens der Gegner trotz erzielter Kompromisse auf einer ablehnenden Haltung verharrt wird, hat bei fast allen Dialogbeteiligten große Irritationen ausgelöst.

Alternative nicht im Interesse der Mieter

Es ist eine nachhaltige, vernünftige und sozialverträgliche Neugestaltung des Gebietes vorbereitet. Eine Verhinderung des Bebauungsplans würde den Stand von 1968 bedeuten und alle bisherigen Errungenschaften aus dem Bürgerbeteiligungsverfahren außer Kraft setzen. Nur mit dem neuen B-Plan ist ein langfristig zukunftssicheres, ökologisch vertretbares und gleichzeitig bezahlbares Wohnen in der Wulffschen Siedlung realisierbar.

Früher hat man anders gebaut

Die alten Wohnungen mit durchschnittlich 47 qm haben zum Teil sehr kleine, nicht senioren-, behinderten- oder familienfreundliche Treppenhäuser und Grundrisse. Die problematische Bausubstanz der 40er- und 50er-Jahre mit teilweise feuchten Mauern und Halbunterkellerung, kleinen Fenstern und fehlenden Balkonen sowie unzureichender Schall- und Wärmedämmung ist für Mieter langfristig unattraktiv. Eine Komplettmodernisierung der bestehenden Bausubstanz ist weder sozialverträglich noch ist sie ökologisch sinnvoll.